Arthrose und Knorpelregeneration

126

Ein Volksleiden, natürliche Alterserscheinung, Über- und Fehlbelastung, Folge von Entzündung – all dies trifft auf Arthrose und Bandscheibenschäden zu. 30 % der Erwachsenen haben Gelenkbeschwerden, zumeist sind Knie (Gonarthrose) und Lendenwirbelsäule (Osteochondrose) betroffen. Das ist oft mit erheblichen Folgen für die Mobilität des Patienten verbunden, bei denen es sich häufig um Sportler und Menschen mit Adipositas handelt. Wenn die Degeneration nicht zu weit fortgeschritten ist, können Behandlungskonzepte die Knorpelregeneration fördern und einen längeren Erhalt der Substanz bzw. Verbesserung der Beschwerden bringen. Dabei gilt: Nicht zu lange abwarten und viel hilft mehr, d. h. eine Bündelung geeigneter Maßnahmen hat die besseren Aussichten auf Erfolg.

Symptome

  • Schmerzen im Gelenk belastungsabhängig und im tagesverlauf zunehmend
    • Anlaufschmerzen, in fortgeschrittenen Stadien Ruheschmerzen
  • Knirsch- u. Reibegeräusche im Gelenk
  • entzündliche Zustände sind möglich

Ursachen

  • Primäre Arthrose
    • starke Beanspruchung, Leistungssport
    • Übergewicht
    • statische Problematik, z. B. Beinachse, Gelenkfehlstellung, -dysplasie
    • Alterungsprozess
  • Sekundäre Arthrose, als Folge von
    • Entzündung (rheumatoide Arthritis), Gicht
    • Trauma mit Fehlstellung
    • Überfunktion Nebenschilddrüse (selten)
    • Mikronährstoffmangel mit Regenerationsdefiziten

Diagnose

  • Bildgebung: Röntgen, CT/MRT
  • Labor: COMP
    • das cartilage oligomeric matrix protein ist Bestandteil des Knorpels
    • wird Knorpel abgebaut, gelangt vermehrt COMP in den Blutkreislauf
    • ermöglicht den Nachweis von Gelenkschäden im Frühstadium und kann zur Risikoabschätzung sowie zur Verlaufskontrolle eingesetzt werden

Therapie nach Ursache

„Die beste Therapie der Gonarthrose ist deren Prophylaxe“ (Mohig et al)

Die Basis einer Arthrose- oder Bandscheibentherapie ist die Mikronährstoffbehandlung. Je nach Fall können osteopathische Behandlungen, Injektionen (z. B. mit Hyaluronsäure), Infusionen oder eine Blutegelbehandlung dazu kommen.

Der Nutzen der seit langer Zeit im Handel befindlichen physiologischen Wirkstoffe Glucosamin- und Chondroitinsulfat hat sich in serösen Studien bestätigt, wird aber immer wieder in Zweifel gezogen. Darüber hinaus liegen zahlreiche positive Anwenderberichte vor, sodass man diese Substanzen als sicher und wirksam empfehlen kann. Diese Meinung vertritt ebenso die Pharmazeutische Zeitung und berichtete 2002 über valide Daten dazu. Eine Kombination mit anderen die Knorpelregeneration unterstützenden Mikronährstoffen ist je nach Versorgungslage sehr sinnvoll. Defizitäre Spurenelemente und das „Problem-Vitamin D“ sollten unbedingt parallel eingesetzt werden.

Nach Laborstatus erfolgt eine optimale Therapie mit synergistischen Mikronährstoffen:

  • Glucosamin- und Chondroitinsulfat
    • stimulieren Knorpelaufbau und Kollagensynthese, verbessern Gelenkschmiere
    • entzündungshemmend und schmerzlindernd
  • Spurenelemente: Zink, Eisen, Kupfer, Mangan
  • Vitamin D3 und K2
  • Infusionsserie mit Aminosäuren für die Kollagensynthese
    • Vitamin C, Prolin, Lysin
  • Hyaluronsäure, MSM